Joseph Beuys und der Nationalsozialismus – Ein Laborraum

Ab 30.3.2025

Im Rahmen des seit April 2023 laufenden Forschungsvolontariats des vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Programms „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ im Museum Schloss Moyland wurde das Forschungsprojekt Joseph Beuys und der Nationalsozialismus – Ein Laborraum entwickelt. Es befasst sich mit der kritischen Aufarbeitung der Geschichte des Künstlers Joseph Beuys (1921–1986). Der Fokus liegt dabei auf seiner Rolle im Nationalsozialismus sowie seiner späteren Positionierung hierzu.

Die Stiftung Museum Schloss Moyland besitzt nicht nur den umfangreichsten Bestand von Werken des Künstlers, sondern verfügt auch über ein einzigartiges Archiv von und zu Joseph Beuys. Dieser Bestand von Sammlungs- und Archivgut bildet den Anlass und die Grundlage für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden ab dem 30. März 2025 in einem partizipativ angelegten Laborraum (Ausstellungsraum) innerhalb der Dauerpräsentation zu Joseph Beuys im 1. Obergeschoss des Schlosses präsentiert. Im Laborraum sind multimedial aufbereitete Informationen über die Jugend von Joseph Beuys, seine Zeit als Soldat und seine Beteiligung am 1957 ausgeschriebenen Wettbewerb für ein Mahnmal im ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zusammengefasst. Zu diesem Informationsangebot gehören auch Interviews mit Forschenden zu Joseph Beuys sowie mit Schüler:innen und Studierenden. Das interdisziplinäre Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Hochschule Rhein-Waal realisiert.

Kuratiert von Angela Steffen 

Symposium 31.1./1.2.2026

Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojektes Joseph Beuys und der Nationalsozialismus – Ein Laborraum hat das Museum Schloss Moyland ein Symposium ausgerichtet, das sich mit Joseph Beuys im Kontext des Nationalsozialismus sowie seiner späteren Beschäftigung mit dieser Zeit befasste.

Das Symposium stellt einen wesentlichen Beitrag zur aktuellen Diskussion in der Forschung dar und kontextualisiert den innovativen und partizipativen Laborraum zu diesem Thema, der seit dem 30. März 2025 innerhalb der Dauerpräsentation des Schlosses eingerichtet ist. Es dient nicht nur der wissenschaftlichen Vertiefung, sondern auch der Förderung eines offenen Dialogs über die Verflechtungen von Kunst, Geschichte und Gesellschaft sowie der Verantwortung, die sich aus der gegenwärtigen Beschäftigung mit den genannten Themen für Fachleute aus Wissenschaft und Museum sowie der Gesellschaft ergibt. 

Das Symposium thematisierte kritisch die gesellschaftspolitische und künstlerische Dimension von Beuys’ Biografie, insbesondere seine Rolle im Nationalsozialismus und die Frage seiner späteren Positionierung und Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit. In einem interdisziplinären Dialog sind sowohl wissenschaftliche als auch künstlerische Perspektiven zu Wort gekommen. 

Redner:innen: Dr. Anke Blümm, Dr. Nicole Fritz, Dr. Alexander Grönert, Dr. Mario Kramer, Prof. Dr. Barbara Lange, Prof. Dr. Christa-Maria Lerm Hayes, Dr. Gabriele Mackert, Dr. Antje-Britt Mählmann, Drs. Ron Manheim, Bjørn Nørgaard, Dr. Petra Richter, Angela Steffen M.A., Johannes Stüttgen, Prof. Dr. Philip Ursprung, Prof. Dr. Antje von Graevenitz, Dr. Wolfgang Zumdick